Mit einem Erfolg beim Tabellendritten SV Germania Bietigheim hätten die Bezirksliga-Fußballer des FC Marbach gestern Nachmittag einen ganz großen Schritt in Richtung Aufstiegsrelegation machen können. Denn hätten die Schillerstädter die drei Punkte geholt, hätten sie nun sechs Zähler Vorsprung bei einem mehr absolvieren Spiel gehabt. Nun, nach dem 0:2 in Bietigheim, liegen die Schillerstädter jedoch nur noch mit drei Punkten vor ihrem Verfolger, der dementsprechend mit einem Dreier in seinem Nachholspiel gleichziehen könnte. „Jetzt wird es noch einmal spannend“, weiß auch Marbachs Trainer Christian Seeber, der sein Team aber zur Ruhe mahnt. „Wir dürfen da jetzt nicht hektisch werden. Wir müssen den Kopf oben behalten und Gas geben. Im Training genauso wie während den Spielen. Denn es sind noch genau zehn Partien zu absolvieren – „und da kann und wird in der Liga noch allerhand passieren“, ist sich Christian Seeber ganz sicher.

Wirklich viel passiert ist am Sonntagmittag im Spitzenspiel leider nicht. „Das war eine Partie, die von Ordnung und Disziplin geprägt war. Man hat gemerkt, dass es für beide Teams um etwas geht“, berichtet der Marbacher Trainer. Torchancen gab es in den 90 Minuten so gut wie keine. „Weder von Bietigheim, noch von uns“, sagt Seeber. Einzig eine Halbchance von Nesreddine Kenniche, ein Schuss des eingewechselten Christian Benz und ein Kopfball von Haiko Eggert, bei dem der Ball dann zwischen den Füßen des Torhüters hängen blieb, kann er aufzählen. Ansonsten war im Angriff Magerkost angesagt. „Das Geschehen hat sich im Mittelfeld und bis zum 16er abgespielt“, berichtet Chris Seeber, der sagt: „Und wie es in einem solchen 0:0-Spiel ist: Letzlich entscheidet dann eine Standardsituation das Duell.“ Nach einem Eckball stieg der Bietigheimer Tobias Krüger in der 53. Minute hoch und vollendete mustergültig per Kopf. „Das haben sie gut gemacht. Da kann man nichts dagegen sagen“, erkennt der Marbacher Trainer an. Danach egalisierten sich beide Teams wieder wie zuvor, ehe der FC in den letzten Minuten noch einmal alles nach vorne warf. Jedoch ohne Erfolg. Anstatt das 1:1 zu erzielen kassierten die Gäste sogar noch das 0:2. „Das war letztlich dann aber egal. Entscheidend war der Standard zum 1:0 für Bietigheim“, sagt Seeber, der sein Team nach diesem ganz engen Spiel nun anhält, „nicht zu hadern. Denn so ein Spiel kann man immer mal verlieren.“ 

FC Marbach: 
Demut – Weinzierl (74. Benz), Eggert, Bez, Yildirim – Zieba, Leibold,Gallert – Kodal, de Capua (21. Vogel), Kenniche.